59. Münchner Sicherheitskonferenz: Diskrepanz zwischen öffentlicher Wahrheit und privaten Sorgen

Die Münchner Sicherheitskonferenz zeichnet sich traditionell dadurch aus, Maximalforderungen zu Außen-, Sicherheits- und Verteidigungspolitik auf die Bühne zu bringen. Dennoch stellt der Wirtschaftsprofessor Klaus Schweinsberg im Interview mit n-tv ein deutliches Auseinanderfallen von in der politischen Öffentlichkeit kommunizierten Einschätzungen einerseits und der tatsächlichen Wahrnehmung der Wirtschaftsvertreter in den Nebenrunden andererseits in diesem Jahr fest. Dabei seien Themen wie die weiterhin zu hohen Energiepreise, eine stärkere Einbindung des globalen Südens oder die drohende Abwanderung energieintensiver Industrien von mangelnder Deckungsgleichheit ausgezeichnet. Positiv bewertet Prof. Dr. Klaus Schweinsberg Macrons erneute Anstrengungen, eine europäische Verteidigungsindustrie zu fördern. Dies ist nicht nur vor dem Hintergrund des sich abzeichnenden und vonseiten der USA militärisch antizipierten China-Taiwan-Konflikts von Relevanz.

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Visit of „Flotilla 2“ at the Naval Base Wilhelmshaven

At the invitation of the commander of Flotilla 2 – in German “Einsatzflottille”, literally operational flotilla –, Flotilla Admiral Axel Schulz (right), Professor Klaus Schweinsberg visited the naval base in Wilhelmshaven on January 31, 2023. Flotilla 2 is the largest combat unit of the German Navy; it participates with its units in maneuvers such as […]

Besuch der Einsatzflottille 2 im Marinestützpunkt Wilhelmshaven

Auf Einladung des Kommandeurs der Einsatzflottille 2, Flottillenadmiral Axel Schulz (rechts), besuchte Professor Klaus Schweinsberg am 31. Januar 2023 den Marinestützpunkt in Wilhelmshaven. Die Einsatzflottille 2 ist der größte Kampfverband der Deutschen Marine; sie beteiligt sich mit ihren Einheiten an Manövern wie Northern Coast, Heimdall oder Joint Vision. Im Jahr 2023 steht insbesondere die Sicherung […]

59th Munich Security Conference: Discrepancy between public truth and private concerns

The Munich Security Conference is traditionally characterized by bringing maximum demands on foreign, security and defense policy to the stage. Nevertheless, in an interview with n-tv, economics professor Klaus Schweinsberg considers the discrepancy between the assessments communicated in the political public sphere on the one hand and the actual perceptions of business representatives in the side rounds on the other to be considerable this year. Topics such as energy prices, which are still too high, greater integration of the global south or the threat of migration of energy-intensive industries were characterized by a lack of congruence. Prof. Dr. Klaus Schweinsberg takes a positive view of Macron’s renewed efforts to promote a European defense industry. This is not only relevant against the backdrop of the emerging China-Taiwan conflict, which is being anticipated militarily by the USA.

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Der Sicherheitsreport 2023 im SPIEGEL-Leitartikel: Kritik an Deutschlands Haltung zur Bündnisverpflichtung

Konstantin v. Hammerstein nimmt bei seiner Bewertung der Verteidigungspolitik des Bundeskanzlers Bezug auf die Ergebnisse der repräsentativen Bevölkerungsumfrage des Centrum für Strategie und Höhere Führung. Der aktuelle Sicherheitsreport dokumentiert, dass lediglich 45 Prozent der Bundesbürger befürworten, Deutschland solle sich im Falle des Angriffs auf einen NATO-Staat an der Verteidigung beteiligen. Dass damit in der deutschen Bevölkerung kein klares Bekenntnis zu den Bündnisverpflichtungen aus Art. 5 des NATO-Vertrages besteht, betrachtet Mitherausgeber Prof. Dr. Klaus Schweinsberg als das bemerkenswerteste Ergebnis des diesjährigen Sicherheitsreports.

Bidens „sorgfältig kalibriertes“ taktisches Vorgehen sei dafür verantwortlich, dass die Ukraine den russischen Angriff bisher hat parieren können und eine Beteiligung der NATO verhindert wurde, stellt v. Hammerstein fest. Dass sich nicht nur Olaf Scholz auf das transatlantische Bündnis verlässt, sondern darüber hinaus auch die Bevölkerung die USA als verlässlichen Partner betrachtet, zeigen die Daten des Sicherheitsreports. Um jedoch Zweifel an der Bündnistreue Deutschlands zurückweisen zu können, so legt es der Artikel nahe, müsse der Bundeskanzler ungeachtet der NATO-kritischen Umfragen die Beistandsverpflichtung Deutschlands – vor allem in Hinblick auf die baltischen Staaten – bekräftigen.

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